FA-FPÖ Betriebsrat Knoll: „Nur 61 Prozent als Konzernbetriebsratschef sprechen für sich“

Mit Hans-Karl Schaller scheidet ein wahres Betriebsratsurgestein aus der voestalpine aus. Die Weichen der Nachfolge wurden in der Delegiertenversammlung gelegt und werfen sogleich viele Fragen auf. Waren die bisherigen Wahlen des Konzernbetriebsratsvorsitzenden in der Regel immer einstimmig, bekam der bisherige Arbeiterbetriebsratsvorsitzende der voestalpine Stahl GmbH, Manfred Hippold, nur 61 Prozent der Delegiertenstimmen. „Seit längerem äußerten viele Mitarbeiter Zweifel am notwendigen Format Hippolds für eine derart wichtige und hohe Belegschaftsvertretungsfunktion. Aus Angestelltenkreisen waren immer Ambitionen für den Konzernbetriebsratsvorsitz zu hören, was dieses unüblich schwache Ergebnis nun auch bestätigt. Die Zerrissenheit der SPÖ hat nun auch Gewerkschaftskreise erreicht“, kommentiert FA-FPÖ VOEST Betriebsrat und AK-Vorstand, Mag. Gerhard Knoll, das schlechte Ergebnis der Wahl des Konzernbetriebsratsvorsitzenden. ****

„In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten benötigt die Belegschaft der voestalpine jedenfalls eine handlungsfähige und entschlossene Belegschaftsvertretung. So gesehen hoffe ich, dass Befindlichkeiten hintangestellt werden und er sich voll für die Mitarbeiter der voestalpine einsetzen wird. Dem scheidenden Konzernbetriebsratsvorsitzenden Hans-Karl Schaller danke ich für die stets konstruktive Zusammenarbeit und wünsche ihm für den verdienten Ruhestand alles erdenklich Gute und viel Gesundheit“, mahnt FA-FPÖ VOEST-Betriebsrat Mag. Gerhard Knoll abschließend „die Geschlossenheit im Sinne der Mitarbeiter“ ein.